Treffen: Nach Absprache
Ansprechpartner: Susanne Tuma
mittendrin & zwischendurch
Auf unserem Weg gab es stets unterschiedliche Zielsetzungen, die sich wie die Teile eines Puzzles aneinander fügten und eine Gemeinschaft entstehen ließen, die nicht nur Spaß und Freude miteinander teilte, sondern auch kleinere und größere Hürden zu überspringen vermochte. Dazu gab es viel Raum, sowohl über Geistliches als auch Weltliches nachzudenken. Unser Programm besteht aus einer bunten Mischung thematischer Abende mit kirchlich-religiösen Themen (Sekten, orthodoxe Kirche, Eucharistieverständnis, Studentenverbindungen) sowie kulturellen Beiträgen (Reiseberichte, Orgelführung, Museumsbesuche oder Filmabende). Zu den meisten Abenden laden wir Referenten vom BDKJ und EAJ oder aus der Gemeinde ein. Auch die Gemütlichkeit kommt nicht zu kurz: Spieleabende, gemeinsames Kochen, sportliche Aktivitäten und die jährliche Jugendfahrt an einem Wochenende. Solange wir zum Dekanat Mitte gehörten, waren wir bei Dekanatswochenenden in Alt-Buchhorst, Themenabenden und Feten stets dabei und hatten auch unsere Vertreter in der Dekanats-Helferrunde. Über das Jahr verteilen sich außerdem einige Projekte, die oft mehrere Montagabende in Anspruch nehmen: die Gestaltung des MISSIO-Gottesdienstes, die Vorbereitung einer Kreuzwegandacht in der Fastenzeit sowie einer Anbetungsstunde für Gründonnerstag. Oft fühlten wir uns "mittendrin" im Geschehen - mit den Händen in der Farbe beim Renovieren des Jugendkellers; in einer theologischen Debatte über das Abendmahlsverständnis; singend in einer andächtigen Menschenmenge auf einer Taizé-Fahrt oder beim Bistumsjugendtag; schweißtriefend um einen Punkt beim Volleyball kämpfend... Unzählige weitere Beispiele könnten hier angefügt werden. Es ist nur ein scheinbarer Gegensatz, wenn wir uns auch als "zwischendurch" darstellen. Die Zusammensetzung unserer Gruppe, geprägt durch eine bunte Verschiedenartigkeit - bestehend aus Schülern der oberen Klassen, Studenten und Berufstätigen - änderte sich im Laufe der Jahre kontinuierlich und trug für den einen oder anderen unter uns dazu bei, sich ein wenig "zwischendurch" zu fühlen. Seit einiger Zeit scheint diese Entwicklung abgeschlossen zu sein. Was sich zunächst so positiv anhört, hat jedoch zu tiefen Sorgenfalten auf unseren Gesichtern und zu ernsthaften Diskussionen über die weitere Entwicklung unserer Jugendgruppe geführt. Wir standen plötzlich vor dem Dilemma, auf Jugendaufnahmen verzichten zu müssen, da in der Gemeinde interessierter Nachwuchs fehlt. Dieses Eingeständnis traf uns zunächst wie ein harter Schlag. Eine weitere Ursache könnte sein, dass unsere Gruppe durch ihre gemeinsam gemachten Erfahrungen und Erlebnisse eine gewisse Tradition und daraus resultierende Geschlossenheit besitzt, die Neulingen wahrscheinlich als unattraktiv empfinden könnten. Im letzten Jahr versuchten wir eine Lösung, die darin bestand, eine neue Jugendgruppe für die 14- bis 16-JŠhrigen zu gründen, deren Begleitung Felicitas Murach übernahm. Unsere Gemeinschaft gab sich daraufhin den neuen Namen "Junge Erwachsene" und existiert nun parallel zu der "Jugend". Ihnen wollen wir es auch überlassen, im neuen Dekanat Fuß zu fassen.
Zwar hat sich einerseits für uns das Kapitel der Jugend innerhalb der Pfarrgemeinde geschlossen, andererseits die Möglichkeit zu einem neuen Selbstverständnis eröffnet. Was die Fusion der Gemeinde Corpus Christi mit St. Gertrud anbelangt, sind wir unserer Zeit voraus gewesen, weil sich bereits vor einigen Jahren die Jugendgruppen beider Gemeinden zusammengeschlossen haben, so dass wir heute schon als ein wahrer "Einheitsbrei" bezeichnet werden können.
Als "Junge Erwachsene" wollen wir den Weg des gemeinsamen Reflektierens über die Kirche, mit und in ihr weiter beschreiten. Dabei werden wir auch zukünftig nach Wegweisern Ausschau halten, die uns für unsere Gemeinschaftsarbeit oder unser ganz persönliches Leben Orientierung sein Können.
Auf dass der gemeinsame Weg der "Jungen Erwachsenen" weiterhin "mittendrin" im Leben verlaufe und "zwischendurch" an vielen geeigneten Stationen Rast einlege und die neue Jugend ihren Platz in der Gemeinde und darüber hinaus finden möge...
Melanie Blesing und Susanne Tuma
Wer Interesse hat, uns kennen zu lernen, kann gerne über das Pfarrbüro mit uns ins Gespräch kommen. Wir sind aber auch jeden Sonntag in der Pfarrkirche zu finden und können selbstverständlich nach der Messe direkt angesprochen werden!
Ach ja, das Alter der Jungen Erwachsenen liegt derzeit zwischen 23 und 27 Jahren.