Impuls zum 1. Fastensonntag

Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Immer mal wieder habe ich einen „Ohrwurm“, der mich nicht loslässt. Im Moment klingt und summt es in mir „Da berühren sich Himmel und Erde“. Schönes Lied! 

Dieser Ohrwurm lässt mich aber doch auch kurz innehalten und nachdenken: Wann berühren sich denn Himmel und Erde? 

Wenn viel Schnee vom Himmel auf die Erde fällt? Wenn ich auf einen hohen Berg steige und die Wolken zum Greifen nah sind? Wenn ein Regenbogen Himmel mit Erde verbindet? Ja, ganz gewiss sind dies mich berührende Momente!

Aber natürlich meint diese kleine Textzeile ja noch so viel mehr. Sie ist als Bild für die vielen himmlischen Berührungen in meinem Leben zu verstehen. Und wenn ich es konkreter machen will, dann darf ich mich fragen: Wann hat mich in den vergangenen Tagen Himmlisches berührt, wann hat mein guter Gott mich in meinem alltäglichen Leben angerührt? Womit oder durch wen?

Fallen Euch berührende Momente ein? Fallen Euch Augenblicke ein, die glücklich gemacht haben - Worte, die gut getan haben - Begegnungen, die einfach himmlisch waren?

Der 1. Fastensonntag heißt auch „Invocabit“, von lat. „invocabit me“, das heißt übersetzt: Er ruft mich an. Das wäre, wenn ich es jetzt sehr wörtlich nehme, definitiv eine direkte Berührung des Himmels mit der Erde. Gott ruft mich an und ich hebe den Hörer ab. Tolle Vorstellung!

In diesem Sinne: uns allen ein gelingendes Ohren- und vor allem Herz offen halten für den eingehenden „Anruf“ Gottes – heute in unseren Sonntag hinein und gewiss auch die kommenden Tage der gerade begonnenen Fastenzeit. Berührungen vom Himmel sind zu Herzen gehende Momente, die uns guttun. Davon mögen uns möglichst viele geschenkt werden!

Und diese himmlischen Momente mögen lange in uns nachklingen – wie ein Ohrwurm, der uns nicht mehr loslässt.

Ihre/Eure Regina Harzdorf