Wo Glaube Raum gewinnt

RAUMFEST im Pastoralen Raum Berlin-Nordost eröffnete neue Räume und Perspektiven

25. Juni 2018, Marina Dodt

Zu einem Raumfest hatte am 16. Juni der Pastoralausschuss des Pastoralen Raumes im Nordosten Berlins eingeladen. Bei schönstem Sommerwetter feierten fast 700 Gäste aus den jetzigen Pfarreien St. Georg, Heilig Kreuz, Ss. Corpus Christi  und der gastgebenden Gemeinde St. Josef Weißensee gemeinsam mit der portugiesisch und einem Teil der vietnamesisch sprechenden Gemeinde und den vielen Orten kirchlichen Lebens ein buntes Fest des Glaubens und Kennenlernens.

Kaffee, selbstgebackener Kuchen und die liebevolle Bewirtung durch das Raum-Cafe-Team im eleganten Kaffeehaus-Look sorgen für ein herzliches Willkommen, Kinderspiele und Kinderschminken für fröhliche Stimmung und ein Miteinander der Generationen. Auch die unzähligen Angebote und Programmhöhepunkte führen zusammen und eröffnen neue Räume, so die Führung durch die angrenzende Theresienschule, die Orgelführung mit kleinem Orgelkonzert, das Raumquiz. Hoch hinaus gehts beim Kistenklettern und der Turmbesteigung. Sie überrascht mit ungeahnten Perspektiven. Aus der Ferne grüßt die Turmspitze der Pankower Pfarrkirche St.Georg – eine neue Verbindung wird sichtbar!

Wieder zurück auf dem festen Boden der Tatsachen laden die vielen Stände der fast 20 Orte kirchlichen Lebens zur Begegnung und Information über deren Arbeit ein. Darunter sind auch die Franziskanerinnen von Münster-Mauritz, die ihre Initiative „Hospizdienst TAUWERK e.V.“ vorstellen. Die drei Ordensfrauen sind mit ihrem Verein unweit des U-Bahnhofs Vinetastraße zuhause und dankbar, ihre Angebote und neuen Projekte nun in einem so viel größer gewordenem Raum präsentieren zu können. „Wir hatten für unsere Arbeit noch nie so viel Aufmerksamkeit“, freut sich Sr. Hannelore über das umfangreicher und stärker gewordene Netzwerk.

Auch Sr. Juvenalis betont die neuen Chancen, aber auch Herausforderungen. Die Laien würden zukünftig noch mehr gefragt sein, ist sie sich sicher, und die Gemeinden in noch ganz anderer Weise aktiv werden. Der Pastorale Prozess bedingt und befördert, dass wir uns wieder mehr als Kirche fühlen und in jedem einzelnen das Bewusstsein wächst: ‚Ich bin Kirche‘.

Am Stammtisch Öffentlichkeitsarbeit sind Sr. Cornelia und Andreas Meyer im Gespräch verbunden. Die Ordensfrau schwelgt ein wenig in Erinnerungen, erzählt, dass sie bereits in den 1950er Jahren an der traditionsreichen Theresienschule lernte. Wir müssen offen sein und aufeinander zugehen, sagt sie mit Blick auf den Pastoralen Raum, und man spürt, wie sehr ihre Lebenserfahrung und ihre tägliche Arbeit im St. Joseph-Krankenhaus diese Aussage tragen. Gesprächspartner Andreas Meyer aus Niederschönhausen ist in besonderer Weise RAUM-Gestalter und als PGR-Vorsitzender und Mitglied der sechsköpfigen Steuerungsgruppe aktiv an der Entwicklung und Perspektive der neuen Großpfarrei beteiligt.

Den im September 2016 errichteten Raum Nordost bezeichnet er mit inzwischen 23 000 Gläubigen als einen der zahlenmäßig größten im Erzbistum. Das Pastoralkonzept, u. a. mit den Schwerpunkten Jugendpastoral und Ehrenamt, stehe kurz vor dem Abschluss und werde nach der Sommerpause den beteiligten Gemeinden vorliegen. Erfreuliche Zukunftsmusik klingt dabei u.a. für die kirchenmusikalische Arbeit an, Budget und Personal sollen hier aufgestockt werden. Auch hinsichtlich der oft geäußerten Sorge wegen  Reduzierung oder gar Schließung von Gottesdienststandorten kann er ein Stück für Beruhigung sorgen: „Die Kirche am Ort, die Gemeinde, in der wir heute leben und gemeinsam glauben, wird der Mittelpunkt auch im Pastoralen Raum der Zukunft sein.“                                                                                                                                                       

Allmählich füllt sich der zum Gottesdienstplatz umfunktioniert Schulhof. Bänke, Stühle und Pappkartons finden ihre Besitzer. Noch schnell eine kleine Erfrischung am Stand von St. Josef und ein paar erfrischende Worte auf den Weg. Einsicht in die Notwendigkeit und Realität äußert das Trio um Dietmar Wolter. Ob und wie der Pastorale Raum und dann die große Pfarrei gelingt, werde die Zukunft zeigen. Das Fest sei ein guter Anfang, doch müsse Gemeinschaft immer wieder neu organisiert werden, sind sich die drei Weißenseer einig.

Ein Resümee, das in ähnlicher Weise auch der leitende Pfarrer Bernd Krause teilt: „Ich bin dankbar für die Vielen die mitmachen, die Kirche lebendig werden lassen, auch über die Kirchenmauern hinaus, die starre Strukturen aufbrechen, Gott zu den Menschen tragen und dabei zeigen, dass wir nicht ein Exklusivclub sind, sondern Menschen mit Freuden und Problemen wie alle anderen auch, nur dass wir auf Gott vertrauen, der uns begleitet und das den Mitmenschen anbieten! Ich bin dankbar für unser Pastoralteam und die gute Zusammenarbeit zwischen hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierten. Wir sind halt ‚bunte Vögel‘, jeder und jede mit eigenen Tönen, aber genau daraus kann ein schönes Lied werden, wie wir es im Gottesdienst erfahren haben!“

Eingeladen zum Fest des Glaubens – so mischt sich dann in das Abendgeläut auch der vielstimmige Gesang der vereinten Chöre, Band und Gläubigen. Der abendliche Open-Air-Gottesdienst gestaltet sich zum festlichen Höhepunkt dieses Raumfestes und das gemeinsame Schlusslied zum hoffnungsvollen Anfang und Zuspruch „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“….

 

Quelle: www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/datum////du-stellst-meine-fuesse-auf-weiten-raumraumfest-im-nordosten-berlins/

Der Leiter des Prozesses im Pastoralen Raum einmal als Moderator der anderen Art: der Weißenseer Pfarrer Bernd Krause (ganz rechts) mit Co-Moderator Bernhard Nowak und einem weiteren Teil der großen Familie Nowak (Nicole, Gabriel und Cornelius)
Bildautor Marina Dodt

Neue Perspektiven und Verbindungen:
Blick vom Kirchturm der Pfarrkirche St. Josef Weißensee
zur Pankower Pfarrkirche St. Georg
Bildautor Marina Dodt

Pfarrkirche St. Josef, Berlin-Weißensee;
hofseitig Blick auf das Festgelände mit Theresienschule
Bildautor Marina Dodt

Sr. Cornelia und Andreas Meyer
Bildautor Marina Dodt

Franziskanerinnen von Münster-St. Mauritz
Bildautor Marina Dodt

Gottesdienst am Raumfest aus der Vogelperspektive
Bildautor Georg Sieslack


Neues aus dem Pastoralen Raum

Die Arbeiten an den Grundlagen für unseren Pastoralen Raum im Nordosten Berlins gehen voran.

Der Pastoralausschuss hat fünf Arbeitsgruppen eingesetzt, die pastorale, aber auch ganz praktische Themen beraten und Visionen für eine gemeinsame Zukunft entwickeln sollen.

Schwerpunktaufgaben sind die Entwicklung pastoraler Aufgaben, Fragen der Liturgie, Förderung des Ehrenamtes, Öffentlichkeitsarbeit und eine Ideenwerkstatt, die überlegen soll, mit welchen Gedanken und Aktionen wir den Pastoralen Raum in die Herzen und Köpfe der Menschen in unseren vier Pfarreien und den Orten kirchlichen Lebens bekommen können.

Für alle Arbeitsgruppen suchen wir nach Fachkundigen und Menschen, die einfach gerne mitmachen, aus den Pfarreien und Orten kirchlichen Lebens.

Sie werden daran mitarbeiten, dass nach und nach die gemeinsame Pfarrei entsteht und daran, dass vor Ort weiterhin Kirche und Gemeinschaft in den Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens stattfinden wird.

 

Schwerpunktthemen der nächsten Zeit

Welche Themen bewegen mich/uns jetzt, was ist möglich für uns zu bearbeiten? Wo, bei welchem Thema kann ich mich einbringen?

Themenfelder – AG´s

I.  Pastoral von und miteinander lernen

(Cornelia Räthel; Tarcisio Feldhaus; Hannah Hagedorn; Olek Meyer; Thomas Hellwig; Barbara Tieves; Harald Tux; Jörn Brückner; Matthias Rösch)

Gemeindegruppen und Orte des kirchlichen Lebens (z.B. Franziskaner, Ministrantenarbeit ….. – Wo läuft wie was? Was kann es uns vor Ort leichter machen, was andere erprobt haben?)

Treffen: 12.9.2017 um 19.00 Uhr im Katharinenstift (Greifswalder Str. 18a)

 

II.        Ideenwerkstatt: Aktionen zum Kennenlernen und Zusammenwachsen

(Wolfgang Irmer; Bernd Krause; Christoph Girlich; Rita-Maria Jermis; Annaliese Kirchberg; Andrea Holzgräbe; Bernhard Nowak; Frank Petratschek)

Veranstaltungen zum Kennenlernen und zum Zusammenwachsen bedenken und durchführen

Treffen: 7.9. + 17.10.2017, jeweils um 18.00 Uhr in St. Josef (Behaimstrasse 33-39)

 

III.        Förderung des Ehrenamtes

(Dieter Kehrt; Felicitas Probiesch; Christine Bergmann; Michael Gottschalk; Andrea Holzgräbe; Christian Rupprich; Astrid Schmock)

Stärken, Qualifizieren, Begleiten, Wertschätzen von Ehren- (und Haupt-) Amt

Treffen: 19.9.2017 um 19.00 Uhr in Hl. Kreuz (Malchower Weg 22)

 

IV.  Öffentlichkeitsarbeit im Raum

(Andreas Meyer; Clemens Wörl; Oliver Schmitt; Stefanie Behmer)

Öffentlichkeitsarbeit und Information nach innen (Gemeinden, Orte kirchlichen Lebens) und außen Gesellschaft, Kiez), Internetauftritt, Gemeindeblatt, Schaukästen …..

Treffen: 11.9.2017 um 19.30 Uhr in St. Georg Pankow (Kissingenplatz)

 

V.  Liturgie feiern, von und miteinander lernen

(Marlies Grosch; Bettina Hüfner; Susanne Runge; Katharina Behnert; Jacinto Weizenmann; Christian Rupprich)

Formen der Liturgie, sich Neues trauen, Liturgie in unserer Zeit

Treffen: 25.9.2017 um 19.00 in CC (Conrad-Blenkle-Str. 64)

Fragen und Antworten

Was bedeutet: "Wo Glaube Raum gewinnt"?


Der Name "Wo Glaube Raum gewinnt" steht für ein primär geistlicher aber auch struktureller Prozess im Erzbistum Berlin bis zum Jahr 2020. Angestoßen durch den damaligen Erzbischof Rainer Maria Woelki in seinem Hirtenbrief im Advent 2012, hat das Erzbistum sich auf den Weg gemacht um gemeinsam Orte und Räume des Glaubens für die Zukunft auszukundschaften.

Die zukünftige Gestaltung des Erzbistums soll so gestaltet werden, dass der Glaube in Stadt und Land weiterhin gelebt werden kann. Dazu sollen ca. 30 große Pfarreien gebildet werden, in denen alle bisherigen Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens beheimatet sind. Durch die größeren Räume kann sich die Seelsorge besser profilieren und Pfarreien ihren spezifischen Aufgaben besser nachkommen.

 
Wie läuft dieser Weg vonstatten?


Es gibt zwei Schritte auf dem Weg von heute nach morgen. Man spricht von zwei Phasen. Die erste Phase heißt Findungsphase und die zweite Entwicklungsphase. Idealerweise endet die letzte Phase in die Gründung der neuen Pfarrei des Pastoralen Raumes. 

Was ist ein Pastoralausschuss?


Der Pastoralausschuss bildet das zentrale Gremium der Entwicklungsphase, in dem Vertreter der Pfarreien und der Orte kirchlichen Lebens vertreten sind und sich austauschen. Das bis zu 40 Mitglieder starke Gremium besteht aus Vertretern der beteiligten Pfarreien sowie aus Vertretern der Kitas, katholischen Schulen, Muttersprachlichen Gemeinden, Jugend, Kirchenmusik, Orden, Einrichtungen der Caritas, Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen, Religionslehrkräften usw. Jede Pfarrei entsendet seinen Pfarrer sowie drei Vertreter, die gemeinsam von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat benannt werden. Jede Muttersprachliche Gemeinde entsendet ihren Pfarrer sowie zwei weitere Vertreter. Geborenes Mitglied ist der Verwaltungsleiter/die Verwaltungsleiterin.Im Pastoralausschuss werden alle Absprachen und Entscheidungen über relevante Themen des Pastoralen Raums auf die neue Pfarrei hin getroffen. Der Pastoralausschuss diskutiert das Pastoralkonzept und die Pastoralstruktur der künftigen Pfarrei. Er setzt Arbeitsgruppen zu einzelnen Themen ein, die Vorlagen erarbeiten. Entschieden wird im Konsens. Wird kein Konsens erreicht, fallen Entscheidungen mit einer Zweidrittelmehrheit der Mitglieder. Die Beschlüsse des Pastoralausschusses müssen durch die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der weiterhin selbständigen Pfarreien bestätigt und damit gültig gemacht werden. Moderiert wird der Pastoralausschuss durch einen Moderator/eine Moderatorin.

Was ist die Steuerungsgruppe?


Die Steuerungsgruppe bereitet die Treffen des Pastoralausschusses vor und stellt sicher, dass geplante Meilensteine und Entwicklungsschritte erreicht werden. Sie kümmert sich um sachliche und inhaltliche Fragen in den Zeiträumen zwischen den Sitzungen des Pastoralausschusses. Die Steuerungsgruppe besteht aus dem Leiter des Prozesses im Pastoralen Raum, der Verwaltungsleiterin/dem Verwaltungsleiter und vier gewählten Vertretern des Pastoralausschusses, darunter mindesten zwei ehrenamtliche Mitglieder. Die Moderatorin/der Moderator nimmt als Gast an den Sitzungen teil.

Die Moderatorin/der Moderator


Mit dem Beginn der Entwicklungsphase wird einem Pastoralen Raum durch das Erzbistum eine Moderatorin/ein Moderator zur Seite gestellt. Sie/Er kommt in der Regel nicht aus dem betroffenen Pastoralen Raum. Die Rolle der Moderatorin/des Moderators muss stets neutral und ihre/seine Arbeit ergebnisorientiert sein. Sie/Er ist für die Form und Arbeitsweise des Pastoralausschusses verantwortlich. Ihre/seine Aufgaben umfassen daher unter anderem die Klärung der Arbeitsweise in der Entwicklungsphase, die Moderation der Sitzungen des Pastoralausschusses und, wenn gewünscht, der Steuerungsgruppe ggf. auch der Arbeitsgruppen, die Regelung der Protokollierung und Dokumentation, Terminabsprachen, festlegen von nächsten Schritten und Meilensteinen, sicherstellen, dass diese im gewünschten Zeitrahmen erreicht werden. Eine Moderatorin/ein Moderator kommt aus dem kirchlichen Dienst und ist zu 25 Prozent einer Vollzeitstelle von seinen anderen beruflichen Aufgaben entlastet. Die Qualifizierung erfolgt in einer dreitägigen Fortbildung. Die Moderatorin/der Moderator wird durch die Stabsstelle regelmäßig begleitet.
 

Der Leiter des Prozesses im Pastoralen Raum


 Verantwortlich für den Prozess in einem Pastoralen Raum zeichnet der Leiter des Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“ im Pastoralen Raum. Dieser ist Priester des Pastoralen Raums und wird durch den Erzbischof ernannt. Er steht im Austausch mit der Stabsstelle im Erzbischöflichen Ordinariat und sorgt für die Gründung und Beauftragung einer Steuerungsgruppe. Er leitet die Sitzungen des Pastoralausschusses. Alle Maßnahmen der Geschäftsführung in der Prozessphase liegen in der Verantwortung des Leiters.

Der Leiter des Prozesses leitet die Entwicklungsphase, ohne die Selbständigkeit der beteiligten Pfarreien zu berühren. Er kann keine rechtlich bindenden Entscheidungen für die Zukunft der neuen Pfarrei treffen. Der Leiter des Prozesses wird mit Gründung der neuen Pfarrei nicht unbedingt Pfarrer der neuen Pfarrei.

Der Verwaltungsleiter/die Verwaltungsleiterin


Mit dem Beginn der Entwicklungsphase stellt das Erzbistum Berlin für jeden Pastoralen Raum und damit für jede künftige Pfarrei eine hauptberufliche Verwaltungsleiterin/einen hauptberuflichen Verwaltungsleiter ein. Diese/Dieser entlastet den Leiter des Pastoralen Raums und später den Pfarrer der neuen Pfarrei sowie die pastoralen Mitarbeiter von der Verwaltungsarbeit der größer werdenden Pfarrei und unterstützt den Kirchenvorstand. Sie/er hilft bei der Haushaltsaufstellung, übernimmt die bau- und unterhaltsseitige Betreuung von Immobilien, die Betreuung des technischen Personals sowie die Verwaltung von pfarreieigenen Einrichtungen wie Kindertagesstätten. Ihr/sein Beschäftigungsumfang beträgt 50 Prozent für einen Pastoralen Raum. Während der Entwicklungsphase ist der Verwaltungsleiter/die Verwaltungsleiterin geborenes Mitglied im Pastoralausschuss wie auch in dessen Steuerungsgruppe.

Pastoralkonzept


Ein Pastoralkonzept ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, wie sich das Leben der Kirche in der zukünftigen Pfarrei gestalten soll. Bei seiner Erstellung wird versucht, Antworten auf weiterführende Fragen der Pastoral zu finden: Was bewegt die Menschen in unserem Umfeld? Welchen Herausforderungen wollen wir uns stellen? Welche Zielgruppen nehmen wir besonders in den Blick? Was werden Schwerpunkte unserer Arbeit sein und welche Dinge werden wir nicht mehr tun? Wo suchen Menschen in unserer Umgebung nach Hilfe und nach Stärkung im Glauben? Wie wollen wir in einem Pastoralen Raum künftig Menschen im Glauben begleiten? Wie werden Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens sich künftig vernetzen können?

Das Pastoralkonzept möchte den Blick weiten. Es nimmt das Leben der künftigen neuen Pfarrei mit ihren Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens kritisch in den Blick und versucht, auf die Zeichen der Zeit Antworten zu geben. Dabei macht es Aussagen zur Zusammenarbeit und Umsetzung der Schwerpunkte unter Berücksichtigung der personellen und materiellen Möglichkeiten.

 

 

 

Findungsphase

In der ersten Phase ist jede Pfarrei damit beschäftigt nach innen und nach außen zu schauen. Alle Orte pastoralen Lebens in der Pfarrei (Einrichtungen innerhalb des Raumes, Lebensräume und Fragen der Menschen vor Ort) sollen erkundet und Kontakte zu den umgebenden Pfarreien gesucht werden. Es geht darum zu schauen, wie der IST-Stand der Pfarrei ist und mit wem zusammen ein neuer Pastoraler Raum gefunden werden kann. Der Blick über die "Kerngemeinde" hinaus, auf diejenigen, die weiter entfernt stehen, ist dabei besonders zu berücksichtigen. Den Starttermin können die Pfarreien selber bestimmen. Alle Pfarreien mussten bis Ende 2016 gestartet sein und sind somit auf dem Weg. Die Findungsphase dauert ca 1 Jahr und mündet mit dem Antrag an den Bischof. 

 

Entwicklungsphase

Die zweite Phase gliedert sich in drei weitere Teilabschnitte:

 

  1. Kennenlernphase
    Innerhalb des ersten Jahres sollen die Pfarreien sich näher kennenlernen. Ein neues pastorales Gremium (Pastoraler Ausschuss) konstituiert sich und die Grundlagen für ein pastorales Konzept werden erarbeitet. Der Pastoral-Ausschuss ist das zentrale Gremium innerhalb der Entwicklungsphase. Dort werden alle Ergebnisse zusammengetragen, neue Initiativen auf den Weg gebracht und Entscheidungen über die künftige Gestalt des Pastoralen Raums getroffen. In diesem Pastoral-Ausschuss sollen Vertreter aus allen Orten des kirchlichen Lebens vertreten sein.
  2. Inhaltsphase
    Nachdem die Grundlagen aus den alten Pfarreien und Orten kirchlichen Lebens zusammengetragen worden sind, wird ein pastorales Konzept für die neue Pfarrei des Pastoralen Raumes erstellt und verabschiedet. Inhalt dieses Konzeptes ist eine Idee, welche Dinge wo und wann in Zukunft geschehen und was nicht. Das Konzept ist ein Arbeitspapier, das in den kommenden Jahren immer wieder ergänzt und fortgeschrieben werden muss.
  3. Strukturelle Phase
    In der letzten Phase geht es dann an die Fragen von Standorten, Personal, Verwaltung und Finanzen. Schon seit Beginn des gesamten Prozesses im Erzbistum wurden Gremien geschaffen, die Grundzüge erarbeiten in Bezug auf die offenen Fragen. Vor Ort geht es dann um die konkrete Ausgestaltung mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Sind alle Fragen geklärt, kann ein Antrag auf Errichtung der neuen Pfarrei an den Erzbischof gestellt werden.

Dem Erzbischof und der Bistumsleitung ist es ein großes Anliegen, dass dieser Prozess mehr ist als eine Strukturänderung. Die Gemeinden sollen für die Zukunft befähigt werden Glauben leben zu können und weiterzugeben. Es ist aus diesem Aspekt heraus ein geistlicher Prozess.

 

 

Wo stehen wir heute?

Die Pfarrgemeinden Heilig Kreuz (Hohenschönhausen), Ss. Corpus Christi (Prenzlauer Berg), St. Georg (Pankow) und St. Joseph (Weißensee) haben sich Mitte 2014 in die Findungsphase begeben und Anfang 2016 den Antrag auf Genehmigung durch den Bischof gestellt.

Die Genehmigung wurde erteilt und am 17. September 2016 sind wir in unseren Pastoralen Raum gestartet! Auf der folgenden Seite berichten wir über unsere Aktivitäten in den Ausschüssen und Gremien.


UNSER WEG

 

 



Auf einer interaktiven Karte haben wir alle Standorte in unserem Raum markiert. Sie können sich darauf ihre nächstgelegenen Orte anschauen und weitere Informationen bekommen.

 

 

ZUR KARTE

 

 

Weitere Informationen:

Auf der Projektseite des Erzbistum Berlins können Sie detailierte Informationen über den Prozess und über unseren neuen Raum erhalten.

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